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Wer Baustoffe oder Bauprodukte in EU-nahe Lieferketten liefert, muss künftig nicht nur Produkte liefern — sondern belastbare Daten zu Materialien, Energie, Emissionen und Nachweisen.

Hersteller von Baustoffen und Bauprodukten stehen zunehmend unter Druck, weil Bauunternehmen, Projektentwickler, Importeure, Architekten, Banken, Förderstellen und Prüfer nicht mehr nur nach Qualität, Preis und Lieferfähigkeit fragen. Immer wichtiger wird, ob ein Unternehmen seine Material-, Produkt-, Energie-, Emissions-, Lieferketten- und Nachweisdaten nachvollziehbar bereitstellen kann.

Das betrifft nicht nur Hersteller von Dämmstoffen oder Mauerwerksprodukten. Auch Produzenten von Gipsplatten, Trockenbausystemen, Bauchemie, Fassadensystemen, Dachsystemen, Naturstein, Bodenbelägen, Fenstern, Türen, Bauplatten, Abdichtungen und weiteren Bauprodukten werden Teil dieser Datenkette, sobald sie größere Kunden oder exportorientierte Lieferketten beliefern.

Die Anforderungen entstehen nicht durch ein einzelnes Gesetz. Sie entwickeln sich schrittweise durch nachhaltiges Bauen, Produktdaten, Kreislaufwirtschaft, Lieferkettenanforderungen, Green-Claims-Risiken sowie neue Anforderungen an Material-, Energie- und Nachweisdaten.

Was künftig wichtiger wird

Material- und Produktdaten

Materialzusammensetzung, Produktgruppen, technische Spezifikationen, Rezepturen, Chargen, Produktidentifikation, Produktnormen und Rückverfolgbarkeit.

Produktions- und Prozessdaten

Produktionsstandorte, Produktionsverfahren, Produktionsmengen, Prozessinformationen, Energieeinsatz sowie produktionsbezogene Kennzahlen.

Energie- und Emissionsdaten

Strom, Erdgas, Prozesswärme, Energieverbrauch pro Produkt, Scope-1- und Scope-2-Daten sowie relevante Scope-3-Strukturen.

Carbon- und Produktdaten

Product Carbon Footprint (PCF), Life Cycle Assessment (LCA), Environmental Product Declarations (EPD), produktbezogene Emissionsdaten, Systemgrenzen und Datengrundlagen.

Lieferkette und Herkunft

Herkunft der Rohstoffe, Lieferanten, Vorlieferanten, Transportwege, Rückverfolgbarkeit sowie nachvollziehbare Material- und Herkunftsnachweise.

Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz

Recyclingmaterialien, Sekundärrohstoffe, Materialkreisläufe, Ressourceneffizienz sowie Nachweise über den Einsatz recycelter oder wiederverwendbarer Materialien.

Green-Claims-Belege

Aussagen wie „nachhaltig“, „CO₂-reduziert“, „recyclingfähig“, „ressourcenschonend“, „Low Carbon“ oder „zirkulär“ müssen durch belastbare Daten und nachvollziehbare Nachweise abgesichert sein.

Warum das jetzt relevant wird

Die internationale Bauwirtschaft entwickelt sich zunehmend in Richtung transparenter Material-, Produkt- und Emissionsdaten. Unternehmen außerhalb der Europäischen Union, die Baustoffe oder Bauprodukte in europäische Lieferketten liefern, werden deshalb immer häufiger mit Anforderungen konfrontiert, die über klassische Produkt- und Qualitätsnachweise hinausgehen.

Neue Entwicklungen rund um nachhaltiges Bauen, Produktinformationen, Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung und internationale Lieferketten führen dazu, dass strukturierte Daten für Bauunternehmen, Projektentwickler, Importeure, Banken und Projektpartner immer wichtiger werden.

Nicht jedes Unternehmen ist heute unmittelbar von jeder einzelnen Anforderung betroffen. Viele Entwicklungen wirken jedoch schrittweise über Kundenanforderungen, internationale Bauprojekte, Finanzierungen, Ausschreibungen und externe Prüfprozesse.

Für Unternehmen, die Baustoffe oder Bauprodukte in die Europäische Union exportieren oder Teil europäischer Lieferketten sind, wird deshalb entscheidend, ihre Material-, Energie-, Emissions- und Produktdaten frühzeitig nachvollziehbar zu strukturieren.

Was passiert, wenn Daten fehlen

Fehlende Daten bedeuten nicht automatisch, dass ein Unternehmen sofort aus einem Markt ausgeschlossen wird. Das wäre zu pauschal.

Das Risiko entsteht schrittweise:

  • Kundenanfragen dauern länger.

  • Produkt- und Materialfreigaben werden aufwendiger.

  • Energie- und Emissionsdaten sind nicht vollständig verfügbar.

  • Carbon-Footprint-, LCA- oder EPD-Prozesse beginnen mit Datenlücken.

  • Lieferketten- und Herkunftsnachweise bleiben unvollständig.

  • Material- und Produktinformationen müssen nachträglich zusammengestellt werden.

  • Green Claims werden angreifbarer.

  • Banken und Förderstellen stellen mehr Rückfragen.

  • Externe Prüfungen oder Assessments benötigen zusätzlichen Klärungsaufwand.

  • Das Unternehmen wirkt weniger vorbereitet als Wettbewerber.

Oft ist nicht das Bauprodukt das Problem, sondern die fehlende Nachweisstruktur.

Was CLIMATE LEDGERstrukturiert

CLIMATE LEDGER ™ordnet die Daten, Dokumente und Nachweise, die für Hersteller von Baustoffen und Bauprodukten zunehmend relevant werden.

Dazu gehören:

  • Material- und Produktdaten

  • Produktions- und Prozessdaten

  • Energie- und Emissionsdaten

  • Lieferantn- und Herkunftsnachweise

  • Carbon-, PCF-, LCA- und EPD-Grundlagen

  • Produkt- und Chargendaten

  • Prüfberichte und technische Dokumentationen

  • Leistungserklärungen und Konformitätsunterlagen

  • Green-Claims-Belege

  • Daten für ESG, Kundenanfragen und externe Prüfprozesse

Das Unternehmen sieht dadurch klarer:

  • Was ist vorhanden?

  • Was fehlt?

  • Was ist kritisch?

  • Was sollte zuerst vorbereitet werden?

Sie müssen nicht heute schon alle Daten und Nachweise vollständig vorbereitet haben. Entscheidend ist, zu wissen, welche Informationen bereits vorhanden sind, welche noch fehlen und welche Daten für Ihre Kunden, Projekte oder künftige Anforderungen relevant werden können.

Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Daten, Dokumente und Nachweise übersichtlich zu strukturieren – damit Sie gut vorbereitet sind, bevor sie benötigt werden.

Baustoffe & Bauprodukte
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