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Wer landwirtschaftliche Rohstoffe oder Agrarprodukte in EU-nahe Lieferketten liefert, muss künftig nicht nur Erzeugnisse liefern — sondern belastbare Daten zu Herkunft, Flächen, Wasser, Produktion und Nachweisen.

Agrarunternehmen stehen zunehmend unter Druck, weil Importeure, Lebensmittelhersteller, Einzelhandel, Banken, Förderstellen und Prüfer nicht mehr nur nach Qualität, Preis und Lieferfähigkeit fragen. Immer wichtiger wird, ob ein Unternehmen seine Herkunfts-, Flächen-, Wasser-, Produktions-, Lieferketten- und Nachweisdaten nachvollziehbar bereitstellen kann.

Das betrifft nicht nur große Agrarbetriebe. Auch Obst- und Gemüseproduzenten, Getreidebetriebe, Plantagen, Genossenschaften, Baumwollproduzenten, Gewürzhersteller, Rohstoffexporteure, Futtermittelproduzenten und Agrarhändler werden Teil dieser Datenkette, sobald sie an größere Kunden oder exportorientierte Lieferketten liefern.

Die Anforderungen entstehen nicht durch ein einzelnes Gesetz. Sie entwickeln sich schrittweise durch Anforderungen an Herkunft, Rückverfolgbarkeit, Wasser, Biodiversität, Lieferketten, Green-Claims-Risiken sowie neue Anforderungen an Produktions-, Flächen- und Nachweisdaten.

Was künftig wichtiger wird

Herkunfts- und Flächendaten

Anbauflächen, Ursprung, Geodaten, Produktionsstandorte, Erzeuger, Chargen, Rückverfolgbarkeit und Herkunftsnachweise.

Produktions- und Anbaudaten

Anbauverfahren, Erntezeitpunkte, Produktionsmengen, Kulturarten, Bewässerung, Düngung, Pflanzenschutz und produktionsbezogene Dokumentationen.

Wasser- und Ressourcendaten

Bewässerungssysteme, Wasserverbrauch, Wasserquellen, Ressourceneffizienz, Energieverbrauch sowie Scope-1- und Scope-2-Daten mit relevanten Scope-3-Strukturen.

Lieferkette und Rückverfolgbarkeit

Lieferanten, Genossenschaften, Zwischenhändler, Transportwege, Lagerung, Kühlketten sowie nachvollziehbare Herkunfts- und Lieferantennachweise.

Boden-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsdaten

Bodenmanagement, Fruchtfolgen, Biodiversität, Ressourcenschutz, Flächennutzung sowie Dokumentationen zu nachhaltigen Produktionsmaßnahmen.

Verpackungen und Agrarprodukte

Verpackungsmaterialien, Verpackungssysteme, Lebensmittelkontaktmaterialien, Recyclingfähigkeit sowie Nachweise zu Verpackungen, in denen Agrarprodukte exportiert werden.

Green-Claims-Belege

Aussagen wie „nachhaltig“, „natürlich“, „regenerativ“, „umweltfreundlich“, „klimafreundlich“, „CO₂-reduziert“ oder „ressourcenschonend“ müssen durch belastbare Daten und nachvollziehbare Nachweise abgesichert sein.

Warum das jetzt relevant wird

Internationale Agrarmärkte entwickeln sich zunehmend in Richtung transparenter Herkunfts-, Produktions- und Lieferkettendaten. Unternehmen außerhalb der Europäischen Union, die landwirtschaftliche Rohstoffe oder Agrarprodukte in europäische Lieferketten liefern, werden deshalb immer häufiger mit Anforderungen konfrontiert, die über klassische Qualitäts- und Herkunftsnachweise hinausgehen.

Neue Entwicklungen rund um Rückverfolgbarkeit, Lieferketten, Wasser, Biodiversität, Verpackungen und Nachhaltigkeit führen dazu, dass strukturierte Daten für Importeure, Lebensmittelhersteller, Einzelhandel, Banken und Projektpartner immer wichtiger werden.

Nicht jedes Unternehmen ist heute unmittelbar von jeder einzelnen Anforderung betroffen. Viele Entwicklungen wirken jedoch schrittweise über Kundenanforderungen, internationale Lieferketten, Finanzierungen, Ausschreibungen und externe Prüfprozesse.

Für Unternehmen, die Agrarprodukte in die Europäische Union exportieren oder Teil europäischer Lieferketten sind, wird deshalb entscheidend, ihre Herkunfts-, Produktions-, Wasser-, Lieferketten- und Nachweisdaten frühzeitig nachvollziehbar zu strukturieren.

Was passiert, wenn Daten fehlen

Fehlende Daten bedeuten nicht automatisch, dass ein Unternehmen sofort aus einem Markt ausgeschlossen wird. Das wäre zu pauschal.

Das Risiko entsteht schrittweise:

  • Kundenanfragen dauern länger.

  • Herkunfts- und Flächennachweise werden aufwendiger.

  • Lieferketten- und Rückverfolgbarkeitsdaten sind nicht vollständig verfügbar.

  • Produktions- und Wasserdaten müssen nachträglich zusammengestellt werden.

  • Verpackungs- und Transportinformationen bleiben unvollständig.

  • Green Claims werden angreifbarer.

  • Banken und Förderstellen stellen mehr Rückfragen.

  • Externe Prüfungen oder Assessments benötigen zusätzlichen Klärungsaufwand.

  • Das Unternehmen wirkt weniger vorbereitet als Wettbewerber.

Oft ist nicht das Agrarprodukt das Problem, sondern die fehlende Nachweisstruktur.

Was CLIMATE LEDGER strukturiert

CLIMATE LEDGER™ ordnet die Daten, Dokumente und Nachweise, die für Agrarunternehmen zunehmend relevant werden.

Dazu gehören:

  • Herkunfts- und Flächendaten

  • Produktions- und Anbaudaten

  • Wasser- und Ressourcendaten

  • Lieferanten- und Herkunftsnachweise

  • Boden, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsdaten

  • Verpackungs- und Transportdaten

  • Prüfberichte und produktspezifische Dokumentationen

  • Green-Claims-Belege

  • Daten für ESG, Kundenanfragen und externe Prüfprozesse

Das Unternehmen sieht dadurch klarer:

  • Was ist vorhanden?

  • Was fehlt?

  • Was ist kritisch?

  • Was sollte zuerst vorbereitet werden?

Agrarwirtschaft & Primärproduktion

Sie müssen nicht heute schon alle Daten und Nachweise vollständig vorbereitet haben. Entscheidend ist, zu wissen, welche Informationen bereits vorhanden sind, welche noch fehlen und welche Daten für Ihre Kunden, Projekte oder künftige Anforderungen relevant werden können.

Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Daten, Dokumente und Nachweise übersichtlich zu strukturieren – damit Sie gut vorbereitet sind, bevor sie benötigt werden.

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