Wer Stahl- oder Eisenprodukte in EU-nahe Lieferketten liefert, muss künftig nicht nur Stahl liefern — sondern belastbare Daten zu Material, Energie, Emissionen und Herkunft.
Stahl- und Eisenunternehmen stehen zunehmend unter Druck, weil Kunden, Importeure, Banken, Förderstellen und Prüfer nicht mehr nur nach Preis, Qualität und Lieferfähigkeit fragen. Immer wichtiger wird, ob ein Unternehmen seine Material-, Produktions-, Energie-, Emissions-, Lieferketten- und Nachweisdaten nachvollziehbar bereitstellen kann.
Das betrifft nicht nur große Stahlwerke. Auch Walzwerke, Gießereien, Stahlservicecenter, Schmieden, Rohrhersteller, Profilhersteller, Metallverarbeiter, Händler und Zulieferer werden Teil dieser Datenkette, sobald sie an größere Kunden oder exportorientierte Lieferketten liefern.
Die Anforderungen entstehen nicht durch ein einzelnes Gesetz. Sie entwickeln sich schrittweise durch internationale Klimapolitik, Produkt- und Emissionsanforderungen, Lieferkettenanforderungen, Green-Claims-Risiken, Kreislaufwirtschaft sowie neue Anforderungen an Produkt- und Nachweisdaten.
Was künftig wichtiger wird
Material- und Produktdaten
Stahlqualität, Werkstoffnummern, Legierungen, Materialzusammensetzung, Chargen, Produktgruppen, technische Spezifikationen, Rückverfolgbarkeit und Produktidentifikation.
Produktions- und Prozessdaten
Produktionsverfahren, Produktionsstandorte, Produktionsmengen, Anlageninformationen, Schrottanteile, Rohstoffe, Prozessschritte und Fertigungsdaten.
Energie- und Emissionsdaten
Strom, Erdgas, Kohle, Koks, Wasserstoff, Prozessenergie, Energieverbrauch pro Tonne Stahl, Scope-1- und Scope-2-Daten sowie relevante Scope-3-Strukturen.
Carbon- und Produktdaten
Product Carbon Footprint (PCF), Life Cycle Assessment (LCA), Environmental Product Declarations (EPD), eingebettete Emissionen, Systemgrenzen und produktbezogene Emissionsdaten.
Lieferkette und Herkunft
Herkunft von Eisenerz, Schrott, Ferrolegierungen und weiteren Rohstoffen, Lieferanten, Vorlieferanten, Transportwege, Rückverfolgbarkeit und Herkunftsnachweise.
Kreislaufwirtschaft und Recycling
Schrottanteile, Recyclingmaterialien, Wiederverwertung, Materialkreisläufe, Ressourceneffizienz und Nachweise über den Einsatz von Sekundärrohstoffen.
Green-Claims-Belege
Aussagen wie „Green Steel“, „Low Carbon Steel“, „CO₂-reduziert“, „recyclingbasiert“, „klimafreundlich“ oder „nachhaltig“ müssen durch belastbare Daten und nachvollziehbare Nachweise abgesichert sein.
Warum das jetzt relevant wird
Internationale Märkte entwickeln sich zunehmend in Richtung transparenter Produkt-, Material- und Emissionsdaten. Unternehmen außerhalb der Europäischen Union, die in europäische Lieferketten liefern, werden deshalb immer häufiger mit Anforderungen konfrontiert, die über klassische Qualitäts- und Produktnachweise hinausgehen.
Neue Entwicklungen rund um Emissionsdaten, Produktinformationen, Kreislaufwirtschaft, digitale Produktinformationen und internationale Lieferketten führen dazu, dass strukturierte Daten für Kunden, Importeure, Banken und Projektpartner immer wichtiger werden.
Nicht jedes Unternehmen ist heute unmittelbar von jeder einzelnen Anforderung betroffen. Viele Entwicklungen wirken jedoch schrittweise über Kundenanforderungen, internationale Lieferketten, Finanzierungen, Ausschreibungen und externe Prüfprozesse.
Für Unternehmen, die in die Europäische Union exportieren oder Teil europäischer Lieferketten sind, wird deshalb entscheidend, ihre Material-, Energie-, Emissions- und Produktdaten frühzeitig nachvollziehbar zu strukturieren.
Was passiert, wenn Daten fehlen
Fehlende Daten bedeuten nicht automatisch, dass ein Unternehmen sofort aus einem Markt ausgeschlossen wird. Das wäre zu pauschal.
Das Risiko entsteht schrittweise:
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Kundenanfragen dauern länger.
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Produkt- und Materialfreigaben werden aufwendiger.
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Emissions- und Energiedaten sind nicht vollständig verfügbar.
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Carbon-Footprint-, LCA- oder EPD-Prozesse beginnen mit Datenlücken.
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Herkunfts- und Lieferkettennachweise bleiben unvollständig.
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Green Claims werden angreifbarer.
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Banken und Förderstellen stellen mehr Rückfragen.
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Externe Prüfungen oder Assessments benötigen zusätzlichen Klärungsaufwand.
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Das Unternehmen wirkt weniger vorbereitet als Wettbewerber.
Oft ist nicht der Stahl das Problem, sondern die fehlende Nachweisstruktur.
Was CLIMATE LEDGER™ strukturiert
CLIMATE LEDGER™ ordnet die Daten, Dokumente und Nachweise, die für Stahl- und Eisenunternehmen zunehmend relevant werden.
Dazu gehören:
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Material- und Produktdaten
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Produktions- und Prozessdaten
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Energie- und Emissionsdaten
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Lieferanten- und Herkunftsnachweise
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Rohstoff- und Schrottdaten
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Carbon-, PCF-, LCA- und EPD-Grundlagen
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Produkt- und Chargendaten
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Prüfberichte und technische Dokumentationen
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Green-Claims-Belege
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Daten für CBAM, ESG, Kundenanfragen und externe Prüfprozesse
Das Unternehmen sieht dadurch klarer:
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Was ist vorhanden?
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Was fehlt?
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Was ist kritisch?
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Was sollte zuerst vorbereitet werden?
Stahl & Eisen
Sie müssen nicht heute schon alle Daten und Nachweise vollständig vorbereitet haben. Entscheidend ist, zu wissen, welche Informationen bereits vorhanden sind, welche noch fehlen und welche Daten für Ihre Kunden, Projekte oder künftige Anforderungen relevant werden können.
Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Daten, Dokumente und Nachweise übersichtlich zu strukturieren – damit Sie gut vorbereitet sind, bevor sie benötigt werden.
