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Wer Zement, Klinker oder Beton-Grundstoffe in EU-nahe Lieferketten liefert, muss künftig nicht nur Baustoffe liefern — sondern belastbare Emissions-, Energie-, Produktions- und Produktdaten.

Zement und Beton gehören zu den Branchen mit dem höchsten Daten- und Nachweisdruck. Der Grund ist einfach: Bei Zement entstehen CO₂-Emissionen nicht nur durch Strom, Brennstoffe oder Transport, sondern auch direkt im chemischen Prozess der Klinkerherstellung.

Für Unternehmen mit EU-Bezug wird das besonders relevant. Der EU-CBAM gilt seit 2026 im definitiven Regime und betrifft unter anderem Zement, Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Strom und Wasserstoff. Die EU beschreibt CBAM als Instrument, mit dem der CO₂-Preis importierter emissionsintensiver Waren an die CO₂-Bepreisung innerhalb der EU angeglichen werden soll.

Das betrifft nicht nur große Zementwerke. Auch Klinkerlieferanten, Betonwerke, Baustoffproduzenten, Zuschlagstofflieferanten, Händler und Bauproduktzulieferer werden Teil dieser Datenkette, sobald EU-Importeure, Baukunden, Banken, Förderstellen oder Projektpartner belastbare Nachweise verlangen.

Was künftig wichtiger wird

  • CBAM-/SKDM-Daten

  • Produktgruppen, CN-/HS-Codes, Exportmengen, Produktionsstandorte, eingebettete Emissionen, direkte und indirekte Emissionen, Datenquellen und Nachweise für EU-Importeure.

  • Klinker- und Prozessdaten

  • Klinkerproduktion, Klinkerverbrauch, Klinkerfaktor, Rohmehlzusammensetzung, Kalksteinanteil, Prozess-CO₂, Ofendaten, Zumahlstoffe und Zementtypen.

  • Energie- und Brennstoffdaten

  • Strom, Kohle, Petcoke, Gas, Diesel, alternative Brennstoffe, Biomasseanteile, Heizwerte, Brennstoffanalysen, thermische Energie, Energie pro Tonne Klinker und Strom pro Tonne Zement.

  • Produkt- und Rezepturdaten

  • Zementtyp, Betonrezeptur, Bindemittelanteil, Zuschlagstoffe, Zusatzmittel, Wasser-Zement-Wert, Druckfestigkeit, Produktnormen, Produktmengen, Chargen und Verpackungsform.

  • PCF-, LCA- und EPD-Daten

  • Product Carbon Footprint, Life Cycle Assessment, Environmental Product Declarations, Systemgrenzen, Emissionsfaktoren, Transportdaten, Verpackungsdaten, End-of-Life-Annahmen und Datenquellen.

  • Rohstoff- und Lieferkettendaten

  • Kalkstein, Ton, Gips, Sand, Kies, Schotter, Hüttensand, Flugasche, Puzzolane, kalzinierte Tone, Recyclingmaterialien, Lieferanten, Herkunft und Qualitätsanalysen.

Umwelt- und Genehmigungsdaten

  • Staub, NOx, SO₂, CO, Abgasdaten, Filteranlagen, Wasserverbrauch, Abfall, Ofenstaub, alternative Brennstoffe, behördliche Berichte, Genehmigungen und Grenzwerte.

  • Bauprodukt- und Digitaldaten

  • Leistungserklärungen, Konformitätsinformationen, Sicherheitsinformationen, Produktnormen und künftig stärker digitalisierte Produktinformationen. Neue EU-Regeln für Bauprodukte sehen Digital Product Passports vor, die Informationen wie Leistungserklärung, Konformität, Sicherheit und Gebrauchsinformationen bündeln können.

  • Green-Claims-Belege

  • Aussagen wie „low carbon“, „CO₂-reduziert“, „grüner Zement“, „nachhaltig“, „zirkulär“ oder „recyclingbasiert“ brauchen klare Systemgrenzen, Vergleichsbasis, Datenquellen und Nachweise.

  • Warum das jetzt relevant wird

  • CBAM/SKDM macht Emissionsdaten für Zement und Klinker exportrelevant. EU-Importeure benötigen Daten aus der Lieferkette, um eingebettete Emissionen einzuordnen und ihre CBAM-Pflichten zu erfüllen.

  • Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Bauproduktdaten, EPDs, LCA/PCF, digitale Produktinformationen und Gebäude-CO₂-Bilanzen. Baukunden, Projektentwickler, öffentliche Beschaffung, Banken und Investoren vergleichen Baustoffe zunehmend nicht nur nach Preis und Leistung, sondern auch nach Emissions- und Nachweisdaten.

  • In der Türkei kommt hinzu: Das türkische Klimagesetz von 2025 schafft die rechtliche Grundlage für ein nationales Emissionshandelssystem und neue Klimagovernance-Strukturen. Für energie- und emissionsintensive Branchen wie Zement wird die eigene Datenfähigkeit dadurch strategisch noch wichtiger.

Was passiert, wenn Daten fehlen

Fehlende Daten bedeuten nicht automatisch, dass ein Unternehmen sofort aus einem Markt ausgeschlossen wird. Das wäre zu pauschal.

Das Risiko entsteht schrittweise:

  • CBAM-/SKDM-Anfragen dauern länger.

  • EU-Importeure können Emissionsdaten schwerer einordnen.

  • Produktfreigaben und Bauprojektdaten werden aufwendiger.

  • PCF-, LCA- oder EPD-Prozesse starten mit Lücken.

  • Banken und Förderstellen stellen mehr Rückfragen.

  • Green Claims werden angreifbarer.

  • Dekarbonisierungsmaßnahmen sind schwerer belegbar.

  • Das Unternehmen wirkt weniger vorbereitet als Wettbewerber.

Oft ist nicht der Baustoff das Problem, sondern die fehlende Nachweisstruktur.

Was CLIMATE LEDGER strukturiert

CLIMATE LEDGER ordnet die Daten, Dokumente und Nachweise, die für Zement- und Betonunternehmen zunehmend relevant werden.

Dazu gehören:

  • CBAM-/SKDM-Daten

  • Klinker-, Prozess- und Emissionsdaten

  • Energie- und Brennstoffdaten

  • Produkt- und Rezepturdaten

  • PCF-, LCA- und EPD-Grundlagen

  • Rohstoff- und Lieferantendaten

  • Umwelt- und Genehmigungsdaten

  • Bauprodukt- und Digitaldaten

  • Bank-, ESG- und Förderunterlagen

  • Green-Claims-Belege

Das Unternehmen sieht dadurch klarer:

Was ist vorhanden? Was fehlt? Was ist kritisch? Was sollte zuerst vorbereitet werden?

Zement & Beton

Sie müssen nicht heute schon alle Daten und Nachweise vollständig vorbereitet haben. Entscheidend ist, zu wissen, welche Informationen bereits vorhanden sind, welche noch fehlen und welche Daten für Ihre Kunden, Projekte oder künftige Anforderungen relevant werden können.

Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Daten, Dokumente und Nachweise übersichtlich zu strukturieren – damit Sie gut vorbereitet sind, bevor sie benötigt werden.

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