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Der komulative Effekt in der Textilbranche

Ein Textilprodukt wirkt auf den ersten Blick einfach. Tatsächlich kann bereits ein einziges Kleidungsstück mehrere regulatorische Ebenen gleichzeitig auslösen.

Zunächst müssen Produkt, Fasern, Materialien, Farbstoffe, Beschichtungen und chemische Ausrüstungen geprüft werden. Stoffbeschränkungen wie REACH, PFAS oder POPs können einzelne Materialien oder Beschichtungen betreffen. Hinzu kommen Anforderungen an Kennzeichnung, Produktsicherheit und technische Nachweise.

Danach wird die Verpackung zu einem eigenen Compliance-Bereich. Es können Anforderungen aus PPWR, EPR, Recycling, nationalen Registern und Mengenmeldungen entstehen.

Beim Import folgen Zolltarif, Ursprung, mögliche Präferenzregeln und Einfuhrabgaben. Wird das Produkt direkt an Verbraucher verkauft, kommen zusätzlich Preisangaben, Fernabsatz, Widerruf, Gewährleistung und E-Commerce-Anforderungen hinzu.

Auch die Lieferkette gewinnt an Bedeutung: Je nach Material können Rohstoffherkunft, Produktionsstätten, Umweltanforderungen und Arbeitsbedingungen regulatorisch relevant werden.

Aus einem einzigen Kleidungsstück entsteht damit eine zusammenhängende Marktzugangskette:

Rohstoff -> Faser -> Material -> chemische Ausrüstung -> Produkt -> Verpackung -> EPR/Register -> Zoll und Ursprung -> Vertrieb -> Verbraucher -> Rücknahme und Recycling

CLIMATE LEDGER™ macht sichtbar, welche dieser Ebenen für das konkrete Textil tatsächlich relevant sind, wie sie zusammenhängen und welche Nachweise noch fehlen.

Denn ein Textil kann technisch einwandfrei hergestellt sein und trotzdem noch nicht vollständig marktzugangsbereit sein. Der tatsächliche Marktzugang entsteht erst, wenn alle relevanten regulatorischen Ebenen zusammenpassen.

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